Der Schulrat braucht ausgewiesene Fachpersonen!

Ob verweigerter Handschlag eines Schülers oder übermotivierte sich ständig in den Schulalltag einmischende Eltern. Beides wirft hohe Wellen und zeigt exemplarisch auf, wie anspruchsvoll die Arbeit an den Schulen geworden ist. Leider nehmen diese gesellschaftlichen Probleme laufend zu und stellen die Schulleitung vor grosse Herausforderungen. Vielfältige Konflikte sind vorprogrammiert und darum ist ein kompetenter Schulrat gefragt. Als übergeordnete Behörde, muss sich der Schulrat mit den Beschwerden und Rekursen gegen die ihnen unterstellten Personen und Instanzen befassen. Dies muss juristisch korrekt und fair durchgeführt werden. Als vierfache Mutter kenne ich die Sicht der Eltern bestens. Als Juristin mit Kenntnissen im Verwaltungs- und Personalrecht ist mir aber auch die rechtliche Seite bestens vertraut. Diese Kombination ermöglicht es mir hier einen wertvollen Beitrag zu leisten und dafür mit zu sorgen, dass die hohe Qualität unserer Schule erhalten bleibt.
 
Evelyn Svoboda-Siebenpfund, Kandidatin Sekundarschulrat, SP Liste 2

Ja zu einem fairen Deal

80 Millionen Franken. Diese Summe zahlt der Kanton Basel-Stadt die nächsten Jahre ans Baselbiet. Dafür bleibt der Kanton Baselland ein verlässlicher Partner: Er steigt nicht aus dem Univertrag aus, kündigt den Kulturvertrag nicht, lässt den gemeinsamen Immobilienvertrag nicht auslaufen und macht bei der Pensionskassenreform der Uni Basel mit. Das ist ein fairer Deal. Denn die Partnerschaft und die grenzübergreifende Zusammenarbeit wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Nun kommt ein Teil dieser Abmachung zur Abstimmung: Die Sanierung der Pensionskasse der Universität ist nötig. So zahlen beide Kantone für fünf Jahre je drei Millionen Franken an die Universität, um die Pensionskasse auszufinanzieren. Die Angestellten tragen auch ihren angemessenen Teil dazu bei. Die Vorlage ist keine Zahlung an den Kanton Basel-Stadt, wie aus rechtskonservativen Kreisen oft behauptet wird. Sie ist ein Beitrag an eine starke Universität. Das Baselbiet ist schliesslich ein Trägerkanton der Universität, wir sind ein Unikanton und profitieren entsprechend. Die vorliegende Lösung sorgt dafür, dass die Uni handlungsfähig bleibt. Scheitert die PK-Sanierung, scheitert der Deal mit Basel-Stadt. Damit wäre auch der Uni-Vertrag in Gefahr. Eine starke Uni ist aber wichtig für die Unternehmen in der Region und die Gesellschaft. Deshalb stimme ich mit Überzeugung Ja zur PK-Sanierung unserer Universität.
 
Jan Kirchmayr, SP

Um 8.20 Uhr geht los

Wie viele Veränderungen braucht es um den schulischen und persönlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden? Viele Eltern waren über die Ankündigung via Zeitungsbericht besorgt, dass die Sekundarschulleitung Aesch, den Unterrichtbeginn nach den Sommerferien auf 8.20 Uhr verschieben  möchte.  Mein  17-jähriger Sohn, war während seiner Sekundarschulzeit in einer  ‚Pilotklasse‘ mit einem solchen Zeitmodell.  Leider wurden wir Eltern nach der obligatorischen Schulzeit  nicht abschliessend über die Erkenntnisse und Erfahrungen orientiert. Wäre es nicht interessant gewesen, die Bevölkerung über diese Ergebnisse zu orientieren, um auch die Akzeptanz für eine schulumfassende Änderung zu steigern?  Wenn Erziehungsberechtige in ein solches Vorhaben miteinbezogen werden, können Bedenken, Anregungen und Kompromisse abgewogen werden und entsprechende Lösungen könnten miteinfliessen. Mehrere Studien belegen, dass je älter Kinder werden, desto mehr verschiebt sicher Rhythmus in Richtung langer Morgenschlaf. Dies wird durch eine komplexe biologische Veränderung in der Pubertät hervorgerufen.
Ich würde eine Mitwirkung der Erziehungsberechtigten am Entwicklungsprozess an der Aescher Sekundarschule begrüssen und bin überzeugt, dass ein solcher Weg viele positive Aspekte hat und der Dialog zwischen Schüler/innen, Eltern, Lehrern, Schulrat und Schulleitung zum Gelingen einer solchen Veränderung beitragen würde.

Pascale Schnell, SP

JA zur Präimplantationsdiagnostik

Wenn die Argumente fehlen, bedient man sich polemischer Plakate. Anders lässt sich das Baby in Mais-Blättern nicht erklären. In der Schweiz werden keine Gentech-Kinder produziert. Es geht auch nicht um Eugenik wie uns kirchlich-konservative Kreise fälschlicherweise einreden wollen. Es geht um Paare, welche sich sehnlichst ein Kind wünschen, bei denen es jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht auf natürlichem Weg klappt und welche Träger einer schweren Erbkrankheit sind. Nur aufgrund dieser Indikation dürfte die Präimplantationsdiagnostik (PID) in den ersten Tagen nach der künstlichen Befruchtung angewendet werden. Diese Diagnostikmethode kann Embryonen mit schweren Erbkrankheiten erkennen, bevor das befruchtete Ei eingesetzt wird. Die Pränataldiagnostik darf aber heute schon angewendet werden, sobald die Frau schwanger ist, und dies mit einem ungleich höheren Risiko!
Ist es wirklich so verwerflich, wenn Paare mit einem sehr hohen Risiko für ein schwerstbehindertes oder krankes Kind die PID in Anspruch nehmen? Und wer gibt den Gegnern eigentlich das Recht, solchen Paaren ihre „Werte“ aufzuzwingen? Haben diese Leute überhaupt eine Ahnung, was es für Eltern bedeutet, ein schwerstbehindertes Kind grosszuziehen? Jedes Paar ist frei, ob es die PID anwenden möchte. Bezahlen müssen sie es sowieso selber. Ich will keinem Paar die Möglichkeit verwehren, ein gesundes Kind zu bekommen, damit ihnen grosses Leid erspart bleibt. Darum Ja zur Präimplantationsdiagnostik!
 
Paul Svoboda, Gemeinderat und ehemaliger Landrat

Dies ist eine Mogelpackung

Ja, ich möchte eine starke Post, SBB und Swisscom. Die Bundesbetriebe sollen keine Gewinne machen, sondern in die Infrastruktur investieren. Die Chefs der der drei Bundesbetriebe dürfen nicht mehr verdienen als die Mitglieder des Bunderates. Das fordert die Pro-Service-Public-Initiative, über die wir am 5. Juni abstimmen dürfen. Das tönt gut, aber die Initiative ist so undeutlich formuliert, dass genau das Gegenteil eintreffen würde: die Privatisierung. Die Initiative sagt nicht, dass die Staatsbetriebe nicht verkauft werden dürfen. Gewinnträchtige Teile würden verkauft, der defizitäre Teil eines Staatsbetriebs verbliebe beim Bund. Gesamtarbeitsverträge, die heute für die drei Bundesbetriebe gelten, würden wahrscheinlich aufgelöst und die Gewinne, die die Post und die Swisscom an den Bund abliefern, würden ausstehen. 800 Millionen Franken würde die Bundeskasse so verlieren. Schlussendlich hätten wir eine schlechtere Bahn, Swisscom und Post. Darum sage ich nein zu dieser Initiative.

Christine Koch, Landrätin und Co-Präsidentin SP Aesch

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