Ich ergreife Partei - Rolf Coray, Pfeffingen


Oft hört man, Gemeindepolitik kenne keine Parteifarben, denn hier gehe es um praktische Sachgeschäfte und nicht um "grosse Politik". Wenn's auch stimmt, ist es nicht die ganze Wahrheit. Alle unsere Entscheide fällen wir aufgrund von Erfahrungen, die wir gemacht haben, aufgrund von Überzeugungen, für die wir einstehen, aufgrund von Werten, die uns wichtig sind. Als junger Mann trat ich der SP bei, weil sie gegen Kaiseraugst kämpfte. Als Erwachsener bin ich bei ihr geblieben, weil sie sich für Chancengleichheit einsetzt und weil sie lange vor anderen die Bedeutung der Bildung erkannt hatte. Heute darf ich sagen, dass ohne den Einsatz der SP und der Gewerkschaften in unserer Region mehrere Hundert Arbeitsplätze in der Chemie verloren gegangen wären.

Alle können mitbestimmen - Nicolaj Sprecher

Obwohl ich mit meinen 20 Jahren noch sehr jung bin, möchte ich mich aktiv in der Gemeinde einbringen. Mitspracherecht ist eines der grössten Privilegien und es ist mir wichtig davon Gebrauch zu machen. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Für mich ist Aesch mehr als nur ein Wohnort, es ist mein Zuhause. Gerade deshalb möchte ich mich an der Entwicklung unseres Dorfes beteiligen. Durch meine Berufsausbildung im Alters- und Pflegeheim „Im Brüel“ habe ich viel über die Bedürfnisse und Anliegen von Jung und Alt gelernt. Das generationsübergreifende Zusammenspiel ist meiner Meinung nach auch in der Gemeindekommission sehr wichtig. Ausgewogenheit und die Vertretung aller Standpunkte garantieren eine vernünftige und bedürfnisorientierte Gemeindepolitik.

Dem Dorf etwas zurückgeben - Christine Hidber-Häring

Die ersten zwanzig Jahre meines Lebens habe ich in Aesch verbracht und durfte von vielen Freizeitangeboten (Pfadi, Mädchenriege, Akkordeonorchester), guten Schulen und kulturellen Angeboten profitieren.
Nach gut zehn Jahren Abwesenheit wohne ich seit einem Jahr mit meinem Mann und zwei kleinen Kindern wieder in Aesch.
Warum? Aesch bietet eine tolle Infrastruktur, Kindergärten, Schulen, Spielplätze und Sportanlagen. Dank gut ausgebautem öffentlichem Verkehr und vielen Einkaufsmöglichkeiten im Dorf ist ein Leben ohne Auto möglich. Aber auch, weil ich hier in Aesch Eltern in der Nähe habe, die immer wieder Kinderbetreuungslücken schliessen.
 

6 Wochen Ferien für alle – wirklich so daneben?

Seit bald 25 Jahren (!) beträgt der gesetzliche Ferienanspruch 4 Wochen  pro Jahr. Im gleichen Zeitraum hat sich unser Arbeitsumfeld extrem verändert. Viele Stellen wurden im Rahmen der „Betriebsoptimierung“ wegrationalisiert. Der Job wurde immer schneller und anspruchsvoller und die Belastung stieg kontinuierlich. Unser Leben wird immer mehr von der Arbeit dominiert. Wir müssen stets jederzeit erreichbar sein. Flexible Arbeitszeiten, Termindruck und Überstunden gehören zur Selbstverständlichkeit. Auf der Strecke bleibt das Familie- und Vereinsleben. Und die Gesundheit! Wer kennt nicht mindestens eine Person mit Burnout? Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft hat diese Belastung immense gesundheitliche und finanzielle Folgen. Schlaf-, Herz-Kreislauf-Probleme und physische Verschleisserscheinungen nehmen rapide zu. Die Kosten der hohen Arbeitsbelastung beziffert das Seco auf ca. zehn Milliarden Franken.

Sorge tragen zur Sozialpolitik - Marc Waegeli

Ich finde es wichtig, dass  unsere Gesellschaft dem Solidaritätsprinzip  verbunden bleibt.  Vor     20    Jahren  war es leichter, für körperlich oder psychisch beeinträchtige Menschen eine Anstellung im freien Arbeitsmarkt zu finden. Die Arbeitgeber schauten damals nicht nur in erster Linie auf die Leistungs- und Gewinnmaximierung, sondern sie nahmen auch verstärkt ihre soziale Verantwortung wahr, und boten öfters als heute Hand für Eingliederungsversuche. Heute ist es ungleich schwieriger beeinträchtigte Menschen zu integrieren.
Nun ist die Invalidenversicherung aufgrund des hohen Defizits verpflichtet  Kosten zu senken.
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