Um den freiwerdenden Gemeinderatssitz bewerben sich vier Kandidaten, die unterschiedlich lange in Pfeffingen wohnen. Ihnen "gefällt's hier" und sie "möchten der Gemeinschaft etwas zurückgeben", eben, "... damit alles so bleibt, wie es ist". Reicht das?
Wahlen sind eine Gelegenheit für Veränderungen und eine Chance zur Neugestaltung. Dabei ist die Stimme der Jugend wichtig und relevant, denn sie müssen mit den getroffenen Entscheidungen am längsten leben. Ich sehe mich als Brückenbauer in diesem Dialog zwischen den Generationen. In der Aescher Gemeindekommission soll auch die Stimme der Jungen vertreten sein, darum kandidiere ich für die Gemeindekommission auf der Liste 2 der SP Aesch.
Wie viel (Lebens-)Raum den Menschen, Pflanzen und Tieren eingeräumt wird, wie unsere Energiepolitik aussieht, wie viel in die Bildung, ÖV und soziale Sicherheit investiert wird, dies alles entscheidet sich nicht zuletzt in der Politik. Und dort kann man mehr bewegen als man denkt. Meine Ziele während der letzten vier Jahre im Gemeinderat habe ich mehrheitlich erreicht. Das Naturschutz- und Energiekonzept inkl. Massnahmepläne sind erstellt und werden nun umgesetzt, die erste Photovoltaikanlage ist bald in Bau und die Nächsten in Planung. Als Biologe haben mich besonders die vielen revitalisierten Biotope (z.B. Klusboden / Erlengraben) erfreut.
Als Mitglied der Finanzplanungskommission wurde mir zunehmend bewusst, dass der stetige Wandel eine grosse Herausforderung an die Gemeinde ist. Einerseits müssen die Einflüsse der Wirtschaft wahrgenommen werden, andererseits die Anliegen des Gewerbes und vor allem auch der Einwohner/innen.
Wenn ich in den letzten Wochen durch die Affären Hildebrand und Zuppiger etwas gelernt habe, dann, wie erschreckend undurchsichtig und intransparent nationale Politik bisweilen sein kann. Diese Verzahnung von machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessenspielen ist für uns Bürgerinnen und Bürger unverständlich und macht uns zurecht Angst. Ferner widerspricht es dem, was ich gemäss meiner Erfahrung unter seriöser politischer Arbeit verstehe und gewohnt bin: Schon seit meinem achtzehnten Lebensjahr besuche ich regelmässig die Gemeindeversammlungen in Aesch – einerseits im Rahmen meiner Tätigkeit als Stimmenzähler, andererseits weil ich von der dort gelebten Form der direkter Demokratie überzeugt bin.