Seit Monaten machen uns teure Inserate und Plakate weis, aus Solidarität müssten wir am 7. März einer erneuten Senkung des Umwandlungssatzes zustimmen.
Im Jahr 2005 wurde die gestiegene Lebenserwartung ins Feld geführt. Jetzt soll dasselbe Argument nochmals herhalten? Wie denn? Ist meine Lebenserwartung schon wieder gestiegen? Fakt ist: Es gibt keinen Hinweis, dass der Umwandlungssatz von 6,8% nicht ausreicht!
Diese Abstimmung betrifft 3,5 Mio Menschen in unserem Land: Jüngere Arbeitnehmende werden bis zum Erreichen der Altersgrenze einen fünfstelligen Betrag verlieren; ältere Personen riskieren die Senkung ihrer aktuellen Rente. Mit einem Rentenverlust von addiert mehr als 10% seit 2005 wird das Ziel gefährdet, dass alle im Alter die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise fortsetzen können.
Gewinner werden nicht wir sein, die Versicherten, sondern die Versicherer! Sie behaupten, sie könnten keine Rendite von 4% garantieren. Im Durchschnitt aller Jahre seit 1985 erwirtschafteten sie aber eine Rendite von mehr als 6%. Und trotz jüngster Finanzkrise zahlen sie Boni, die den Empfängern die Schamesröte ins Gesicht treiben müssten.
Fragen Sie sich einmal, was passiert, wenn Zinsen sich verändern. Steigen sie, kassieren die Versicherungen die Gewinne und es gibt "zweistellige Eigenkapitalrenditen" (NZZ); sinken sie, werden Renten gekürzt! Sorry, das ist das Gegenteil von Solidarität!