9 September, 2010 - 15:18 — Paul Svoboda
Wieder hat der Bundesrat mit tatkräftiger Unterstützung der Bürgerlichen eine „Glanzleistung“ vollbracht. Zuerst hat er 2003 die Zahl der Arbeitslosen falsch vorausgesehen, sich verschätzt und den Versicherungsbeitrag von 3 auf 2 Prozent gesenkt. Und jetzt sollen ausgerechnet die Jüngsten und die Alten dafür bluten. Massiv weniger Leistung für höhere Beiträge? Und selbstverständlich werden wie so oft die Topverdiener geschont. Es kann doch nicht sein, dass der CS-Chef trotz seiner 70 Millionen Jahresgehalt, aber Dank dem Beitragsmaximum von 126’000 Franken, nur 2500.- pro Jahr in die Arbeitslosenversicherung einzahlen muss. Eine Sanierung der ALV auf den Mittelstand und die Schwächsten abzuwälzen kann sicher nicht die Lösung sein. Tatsache ist, müsste man auf ALLE Einkommen (inkl. Boni) 2,2 Prozent ALV-Abgaben zahlen, wäre die Versicherung saniert – und dies, ohne dass man die Leistungen für junge und ältere Angestellte kürzen muss. Darum klar und deutlich NEIN zur ALV-Revision!
Paul Svoboda