10 August, 2009 - 08:34 — Paul Svoboda
Jetzt ist er endlich da, der langersehnte Entscheid zum Artikel 16c des kommunalen Richtplans. Nach langen Diskussionen mit den beiden Grossverteilern, diversen Planern und Vertreter des Kantons kommt der Gemeinderat zum Schluss, an der ursprünglichen Begrenzung von 10’000m2 festzuhalten. Dies aus guten Grund. Der Gemeinderat hat stets betont, dass er in Aesch Nord primär Firmen mit hohem Steuerertrag und guten Arbeitsplätzen bevorzug. Einkaufen hat diesbezüglich eine untergeordnete Priorität. Von dieser Strategie möchte er nicht abweichen. Das Obereggparkprojekt, dass neben Einkaufen auch den Bau von gegen 80 Wohneinheiten vorsieht, bildet eine Ausnahme. Die Kombination Einkaufen / Wohnungen führt zu einer hohen Wertschöpfung und es wird mit einem Steuerertrag von etwa 250’00.- gerechnet.
Mit der Landi und einem Grossverteiler wird der Bedarf für die Aescher Bevölkerung bei weitem gedeckt. Der Wegzug der Landi aus dem Dorfzentrum wird zudem die jetzige, unbefriedigende Verkehrssituation deutlich entschärfen. Weitere Grossprojekte benötigen dagegen ein grösseres Einzugsgebiet und verursachen somit viel mehr Verkehr. Wohin ein grenzenloses, unkontrolliertes und vor allem unreglementiertes Wachstum führt, wie es immer wieder von liberalen, bürgerlichen Politikern postuliert wird, wurde uns in der Vergangenheit im Finanzsektor und im Fluggeschäft (Swiss Air!) auf dramatische Weise aufgezeigt. Im Einkaufen findet zur Zeit der gleiche Prozess statt. Immer mehr Zentren, grösser, gewaltiger und wirklich auch erfolgreicher? Der Bedarf an täglichen Gütern wird nicht grösser. Was jetzt stattfindet ist ein reiner Verdrängungskampf, welcher auch von den Grossverteilern nicht bestritten wird. Wir wollen uns nicht auf solche Experimente einlassen und dafür unsere wertvollen „Aesch Nord Filetstücke“ opfern. Die jetzige Lösung trägt dem Bedarf an zusätzlichen Einkaufsflächen aber auch der Strategie des Gemeinderats Rechnung und dürfte für Aesch den grössten Nutzen haben