Heinz Weber

Soziale Marktwirtschaft......


Darüber haben schon viele intelligente Leute und Kapazitäten geschrieben. Dass das ein Anliegen der SP Schweiz und damit unserer Kantonsparteien ist, geht klar aus dem Parteiprogramm hervor.
Aber wussten Sie, dass die SP eine Arbeitsgruppen KMU hat - kleine und mittlere Betriebe. Die Wahrheit ist aber, dass es sich hier konkret um die kleinen Firmen handelt, Einzel- und Kollektivbetriebe, manchmal auch kleine GmbH’s.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger  haben keine oder nur eine kleine Ahnung wie viel Innovation für unsere Industrie, unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft von solchen KMU’s ausgeht. Hier arbeiten Menschen oft sehr hart, weit über die Arbeitszeit eines Arbeitnehmers hinaus, weil dringende Anfragen, Aufträge, Probleme vorliegen, die einen überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz verlangen.

Wussten sie dass in den meisten Kantonen (ausser BL), solche Inhaber von Personenfirmen keine Kinderzulagen erhalten, sollten sie mit ihrem Betrieb scheitern erhalten sie keine Arbeitslosenunterstützung – niemand hat bei der letzten ALV Abstimmung an die kleinen KMU Unternehmen gedacht. Wenn z.B. ein über 50 jähriger Arbeitnehmer seine Stelle verliert und keinen neuen Arbeitsplatz finden kann, weil zu alt oder überqualifiziert, hat er keine andere Wahl als sich unterstützen zu lassen von der öffentlichen Hand. Die gesunden und aktiven unter ihnen bemühen sich um eine gute Idee für eine selbständige Tätigkeit. Hat er oder sie Erfolg unter Einsatz eines Teils seines Pensionskassengeldes sind alle glücklich, die Familie nicht nur um des Geldes willen, sondern weil ein Sinn und Ziel gefunden wurde, die Zufriedenheit und Befriedigung bringen. Die Familie, die Ehe ist dann meist auch gerettet und froh. Der Staat, dh in erster Linie die Wohngemeinde ist froh, sie spart abertausende von Franken an Unterstützungsgeldern.

Klappt das Vorhaben aber nicht, das Pensionskassengeld weitgehend aufgebraucht, der oder die Betroffene im persönlichen Stress, verzweifelt wie es weitergehen soll. Spannungen in der Ehe, Kinder die in der Ausbildung stehen, leiden unter diesen Verhältnissen, ihre Ausbildung ist in Frage gestellt. Die Spannungen in der Familie eskalieren, Minderwertigkeitsgefühle steigern sich, Trennung, Scheidung stehen oft an.

Die Arbeitslosenversicherung bezahlt nichts – so wollte es die Mehrzahl der zur Urne –gehenden, weil sie nicht korrekt informiert wurden.. Die Gemeinde muss unterstützen, das mit sehr hohen Beträgen, wenn zB. 2 Kinder noch in der Ausbildung stehen. Rechnen sie schnell hoch 6000 pro Monat ist ein Minimum für eine 4köpfige Familie mit Miete, Leben, Ausbildung d.h. 72'000 pro Jahr, 350'000 in 5 Jahren........ oder bei Scheidung noch höher......!

Ist das der Weisheit letzter Schluss? Hat unser Staatswesen keine besseren Lösungen im Interesse der Staatsfinanzen, aber noch viel mehr für die betroffene Familie. Hier ist neues Denken und Handeln gefragt, um die Familie zu retten, Selbstwertgefühle zu stärken.

Wir als Arbeitsgruppe KMU in der SP Basel-Land, der NORWESTCHWEIZ, haben uns zum Ziel gesetzt hier alternativ zu denken, nach neuen Lösungen zu suchen. Wir machen uns aber auch grundsätzliche und praktische Gedanken darüber was heisst soziale Marktwirtschaft für die kleinen Unternehmen, Mitbestimmung, Mitverantwortung von Mitarbeitern, steuerliche Begünstigung für die Neustarter, Kredite der Gemeinden an Neustarter statt Unterstützung, was ist für die Familie und den Staat besser? Solche und viele andere Gedanken machen sich moderne fortschrittliche denkende Sozialdemokraten, Gedanken die unsere bürgerlichen Parteien schon längst hätten tun sollen, aber diese Klientel scheint für diese Kreise nicht aktuell, interessant genug zu sein. Man stützt lieber reiche Leute mit Steuersenkungen, das ist auf keinen Fall soziale Marktwirtschaft, das ist kapitalfreundlich und nicht sozial. Helfen Sie mit, wählen sie Leute die befeit sind alternativ zu denken, die nicht so banal denken und einen schlanken Staat verlangen, der nicht im Stande ist, die besten Lösungen zu finden, weil es an kritischem, selbstkritischem Denken fehlt, die nur mit Schlagwörtern operieren, aber keine echten Lösungen finden.

Die Kandidaten der SP Liste 2 haben nicht pfannenfertige Rezepte, sind aber bereit neu zu denken, eben auch an und für die kleinen KMU in unserem Kanton, in unserem Land.

Heinz Weber-Larsen, SP Aesch BL